HHLA / Thies Rätzke
Einblicke

Hafenrundfahrt mal anders: „Einblicke“ bei der HHLA

Ein Text von Tim

7. September 2019

Hamburg ohne Hafen ist wie Ebbe ohne Flut. Und der Hafen sieht nicht nur schön aus, wenn man vom Elbstrand aus auf die Kräne-Skyline schaut. Er ist zu einem guten Stück auch der Grundstein der Hansestadt Hamburg. Mit welcher Institution könnte man also besser in eine Veranstaltungsreihe über nennenswerte Hamburger Unternehmen starten, als mit der Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft (HHLA)? Diese steht mit über 80 Prozent des Warenumschlags wie kein zweites Unternehmen für den Hafen Hamburgs.

Veranstaltungsreihe „Einblicke“ startet bei der HHLA

Der Besuch bei der HHLA ist der Auftakt der Veranstaltungsreihe „WIRKUNGSKREIS Einblicke“, die in Zukunft regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen von Hamburger Unternehmen ermöglicht. Dabei liegt der Fokus auf Unternehmen mit einer besonderen Bedeutung für die Stadt und seine Bürgerinnen und Bürger.

Das erste Ziel nun also: das Containerterminal Altenwerder (CTA). Mit seinen vollautomatischen Lagerkränen und autonom fahrenden Containerfahrzeugen galt dieses Terminal lange Jahre als das modernste der Welt. Erst vor kurzem hat der ewige Rivale Rotterdam nachgezogen und sich mit einem vergleichbaren System an die Spitze gesetzt. Laut der HHLA wird die weitere Automatisierung durch den sicherheitsbedachten Gesetzgeber gebremst, sonst hätte man in Hamburg wahrscheinlich längst wieder zum Überholen angesetzt.

Beeindruckender Logistik-Hub

In einem voll besetzten Bus geht es für die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Weg zum CTA über die Köhlbrandbrücke, wo der phänomenale Ausblick über Stadt und Hafen auf besondere Weise in die Besichtigung einstimmt. Während der Fahrt bleibt außerdem etwas Zeit, mit den Sitznachbarn ins Gespräch zu kommen. Da ist vom Ingenieur über eine Marketingmitarbeiterin bis hin zur Start-Up-Gründerin eine bunte Mischung der Hamburger Arbeitswelt vertreten.

Am Terminal angekommen beginnt im Hauptgebäude die Tour mit einer Erläuterung der Arbeitsabläufe an einem großen Modell des Terminals. Uwe Köhler, der bei der HHLA im Team Unternehmenskommunikation arbeitet, weiß routiniert die richtigen Kennzahlen fallen zu lassen, um unsere Truppe in Respekt und Staunen zu versetzen. Unter anderem wird deutlich, dass Hamburg ein bedeutender Logistik-Hub für Osteuropa ist. Ein großer Teil der Container wird direkt auf ein beeindruckend leistungsstarkes Bahnsystem verladen und gelangt so kosteneffizient ins europäische Hinterland. Und Hamburger Autofahrer danken unwissentlich für die tausenden eingesparten LKW auf den Straßen.

Der Hafen kennt keinen Betriebsschluss

Mit der Erkenntnis, dass die HHLA nicht nur ein wichtiger und engagierter Arbeitgeber der Region ist, sondern ein großer Teil unserer alltäglichen Gebrauchsgegenstände irgendwann durch ihre Hände gegangen ist, geht es wieder in den Tourbus für die große Rundfahrt übers Gelände. Die Sonne ist bereits untergegangen, doch im Hafen gehen die Lichter niemals aus und es herrscht weiterhin Hochbetrieb. Dabei fällt allerdings auf, dass große Bereiche des Terminals unbeleuchtet sind. Und zwar nicht, weil dort nicht gearbeitet würde, sondern weil sich hier Kräne und Fahrzeuge, sogenannte Automated Guided Vehicles, die Container autonom transportieren, mit ihrer modernen Leittechnik auch im Dunkeln problemlos orientieren. Diese Automatisierung trägt auch zur guten Ökobilanz der HHLA bei. 24/7 läuft dieses System schon seit über 15 Jahren, und zwar ohne nennenswerte Unterbrechungen!

Wie eine große Familie

Vorbei an großen Schiffen und mitten durch die Containerbrücken geht die Fahrt rund um den großen Platz, auf dem die Container zwischengelagert sind. Durch gleichsam locker unterhaltsame wie ebenso faktenreich und gewissenhaft vermittelte Erklärungen zeigt uns Uwe Köhler auf, dass der Hafen und damit auch die HHLA nicht nur ein wesentlicher Faktor der Hamburger Wirtschaft sind, sondern dass sich das Unternehmen auch als eine große Familie versteht.

Botschafter für Hamburger Unternehmen

Zum Abschluss geben die Teilnehmer des ersten „WIRKUNGSKREIS Einblicks“ den Organisatoren begeistertes Feedback für Organisation, Verpflegung und vor allem für die Idee. Der Abend bei der HHLA ist nicht nur für mich und meine Neugierde eine besondere Gelegenheit, diese faszinierende Seite von Hamburg kennenzulernen. Die Veranstaltungsreihe bietet auch den teilnehmenden Unternehmen eine gute Gelegenheit, sich einmal hinter die Kulissen blicken zu lassen. Die HHLA hat in mir einen neuen Botschafter für ihre Dienste an und für Hamburg und seine Bürger gewonnen – und da bin ich sicherlich nicht der einzige.

(Fotos: HHLA / Thies Rätzke)

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